In den letzten Wochen, wurde bekannter Maßen in den Medien das sogenannte Antennenproblem des iPhone 4 auf breiter Front publiziert. Nachdem Apple nun vergangene Woche eine Pressekonferenz zu diesem Thema gehalten hat, möchte ich hier nun auch noch meinen Senf loswerden.
Erstmal zu den Fakten: Umschliesst man die untere linke Ecke des iPhones mit dem Handballen, kann es in Signal-schwachen Regionen zu einen Verlust an Empfangsbalken und subsequent zu einen Abbruch des Telefonats kommen. Dieses Problem scheint natürlich in erster Linie im Amerikanischen AT&T Netz aufzutreten. Treffen tut dieses Problem in erster Linie Linkshänder, die ihr Telefon extrem verkrampft halten also ein Bruchteil von den 10% der Bevölkerung, die überhaupt linkshändisch ist.
Behoben werden kann das Problem, wenn man das iPhone in einer Tasche, oder mit einem (nun kostenlosen) Bumper benutzt.
Das selbe Problem tritt bei jedem Mobiltelefon mit integrierter Antenne auf.
Außerdem sollte man anmerken, dass das iPhone eine bessere Antennenleistung aufweist, als alle Vorgänger inklusive der Konkurrenz von Google und co. Diesen Teil, wie die meisten positiven Anmerkungen und Einschränkungen im obigen Text, fand man in der Presse allerdings scheinbar nicht erwähnenswert.
Interessant ist, wie viele eigentlich New Media Medien durch dieses Problem in das siechste Fahrwasser des Old Media Sensationsjournalismus abgedriftet sind. Auch macht es misstrauisch, wenn zum Beispiel Leo Laporte auf TWIT(This Week In Tech) bei jedem zweiten Wort Google und seine Android Handys durch den Klee lobt.
Fakt bleibt erstmal, dass das neue iPhone mal wieder das beste Smart Phone am Markt ist, dass allerdings gewisse Neigungen in den Medien für Apple gefährlich werden können. Es gibt nun einmal in den dunklen Tiefen unserer Seelen die Neigung, mit Freude den Fall von Helden zu beobachten.



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